Hallo, als erstes möchte ich mich euch einmal vorstellen - schließlich wurde ich ja ordentlich erzogen.

Mein Name ist Berry und ich wurde am 21. Januar 1997, als kleiner Mischlingswelpe in Wilschdorf geboren.

    Mit ca. 8 Wochen wurde ich dann in mein 1. Zuhause vermittelt, welches aber leider kein Zuhause auf Dauer wurde. Den Grund warum mich mein 1. Herrchen so einfach abgeschoben hat, verstehe ich bis heute nicht. Ich habe von ihm so viel gelernt, wie man stubenrein wird und alleine bleibt, das Katzen Freunde sind und vieles andere mehr. Ich hatte bis dahin immer gedacht er hat mich lieb und es bleibt mein Zuhause für immer.

Dann kam der 6. Oktober 1997, der Tag, der alles veränderte. Wir bekamen Besuch von Sven & Dani und ich freute mich riesig, als diese mit mir und Herrchen zusammen eine Gassirunde im Wald drehten. Das junge Pärchen war mir irgend wie gleich sympatisch und wir verstanden uns auf Anhieb.

Ich genoß gerade die Spiel- und Schmuseeinheiten von Dani, als ich Worte in meinen Ohren vernahm, die unmöglich von meinem Herrchen kommen konnten.
Was ich da hörte, machte mich traurig, denn er erzählte Sven, dass er demnächst eine Lehre anfängt und ich ihm im Wege sei und wahrscheinlich ins Tierheim müsse.

Sven und Dani haben lange auf mein Herrchen eingeredet, aber der blieb dabei. Er fragte dann die Beiden sogar direkt, ob sie mich nicht mitnehmen wollen! Ich
wünschte mir nichts mehr, als dass die Beiden dann wenigstens meine neuen Besitzer werden würden. Aber das würde sicherlich ein Traum bleiben. Aber dann
passierte das, womit ich nie gerechnet hätte! Dani telefonierte und das ziemlich lange! Als sie dann aufgelegt hatte, kam sie zu mir, nahm mich in die Arme und meinte:
"Wir versuchen es mit Dir! Wenn Du Dich mit Schwiegermama's Katzen verträgst, darfst Du bleiben." Oh man Leute, ihr glaubt gar nicht, wie glücklich mich das machte.
Meine Sachen waren schnell gepackt und dann stand auch der Abschied bevor, den wir kurz und schmerzlos machten. Naja, um ehrlich zu sein, schmerzlos war er nicht.

In meinem neuen, vorläufigen Zuhause angekommen, traute ich meinen Augen nicht. Ich hatte ja bis dahin in der Stadt gewohnt und kam jetzt auf's Land. Mich erwartete ein riesiges Grundstück, Wald, Wiesen und Felder zum toben und spielen. Ich kam mir vor wie Berry im Wunderland.

Aber ich mußte auch eine schmerzhafte Erfahrung bei meiner Ankunft verzeichnen, denn ich bekam vom Senior-Kater Alex gleich eine geballert und zwar mitten auf die Nase! Uiii, war das schmerzhaft! Aber somit war die Rangordnung geklärt...ich wußte wer hier das Sagen hatte und ging von da an lieber einen großen Bogen um ihn. Freunde sind wir nie wirklich geworden. Alle anderen Zwei- und Vierbeiner begrüßten mich freudig und ich bekam gleich eine Menge Streicheleinheiten. Völlig erledigt und müde schlief ich dann bald erschöpft in meinem Körbchen.
   

Tja, auf so mysteriöse Weise bin ich zu meinem Frauchen Dani & Herrchen Sven gekommen und die Beiden schneller als sie je gedacht haben auf einen Hund.
Die erste Zeit war ziemlich hart, denn ich habe mein 1. Herrchen sehr vermißt und war sehr, sehr traurig.

Das ganze ist jetzt zehn Jahre her, ich möchte keinen Tag mehr mit den Beiden missen und ich glaube, sie auch keinen mehr mit mir.